Paracelsus-Schule Salzburg
Hof

Der Paracelsus-Hof

Auf dem Paracelsus-Hof gibt es verschiedene Arbeitsbereiche, wie Tierhaltung (Kühe, Esel, Ziege und Hühner), Gartenbau, Landschaftsgestaltung, Renovierung, Hauswirtschaft und Waldarbeit. Weil der Bereich Landwirtschaft so vielfältig ist, können seine Inhalte mehrere Unterrichtsbereiche berühren. Darüber hinaus fördert die Arbeit in der Landwirtschaft gerade auch die menschenkundlich notwendige Hinwendung zur Welt.

„Ein Wegweiser steht auf dem Boden der entwicklungspsychologischen Situation des Kindes im 2. Jahrsiebt: Durch das Betrachten der Wirtschaftsverhältnisse wird das Kind zunächst näher an die Erde herangeführt.“

Deswegen werden im Laufe des Schuljahres klassenweise verschiedene Epochen am Bauernhof gehalten. Durch an den Unterricht anschließende praktische Tätigkeiten können die Schüler die Natur und ihre Gesetzmäßigkeiten aus der eigenen Erfahrung heraus miterleben. Ab der 6. Schulstufe kann man die Kinder das Zusammenleben der Menschen und die wirtschaftlichen Abhängigkeiten erleben lassen. „Und so kommt es darauf an, Weltinteresse zu entwickeln, das Denken auf lebenspraktische Notwendigkeiten und Hindernisse hinzulenken.“

Der Hof bietet neben den oben genannten schulischen Angeboten hauptsächlich therapeutische Bereiche, wie Arbeitstherapie für die Schüler der Aufbaustufe, Tiergestützte Pädagogik und eine gesunde bäuerliche Struktur für den sonderpädagogischen Hort und das Internat.

Hort

Die Hortbetreuung findet nach der Schule auf dem Bauernhof der Paracelsusschule statt. In unseren Räumlichkeiten werden 8 Schüler von 2 ausgebildeten Pädagogen von 12.40 Uhr bzw. 14.45 Uhr bis 17.00 betreut.

Den Hort sehen wir als einen erweiterten Lebensraum bzw. Umraum für die Schüler.

Diesen Lebensraum wollen wir so gestalten, dass wir sie in ihren Entwicklungsprozess begleiten und unterstützen, dass das Kind bzw. der Jugendliche sich dabei verstanden fühlt und selber aktiv gestaltend daran teilnimmt.

Wichtig sind uns hierbei:

  • Übungsfeld für soziales Miteinander - Umgang mit Konflikten und Grenzen
  • Sinnvolle Tätigkeiten im Umfeld der Kinder, bei der sie sich mit einbringen können
  • Rhythmus im Ablauf des Nachmittags – durch freies Spiel Rituale und gemeinschaftliches Miteinander
  • Bewegung und Erfahrungsraum am Hof und der Umgebung
  • Sinnespflege der zwölf Sinne
  • Miterleben der Jahreszeiten mit all seinen Arbeiten und Gestaltund er Jahresfeste

 

Internat

Die Mädchen und Jungs werden von zwei PädagogInnen in einer familienähnlichen Gemeinschaft begleitet. Hier können die Kinder ein Übungsfeld für ihre Entwicklung, Chance für soziales und persönliches Reifen im Alltag, schulische Unterstützung sowie individuelle Freizeit erleben. Durch die vielen Möglichkeiten am Hof und in der Natur ist die Nutzung von elektronischen Medien sehr eingeschränkt. Das soziale Zusammenleben steht somit im Mittelpunkt des Internats. Wir essen gerne gut und legen Wert auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Mit Bioprodukten und Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten wird mit den Kindern gemeinsam gekocht.

Wir bieten Platz für ein bis sechs Kinder und Jugendliche ab acht Jahren. Es stehen Einzel - und Doppelzimmer, die ihnen als Rückzugsort dienen sollen, zur Verfügung. Als Gemeinschaftsräume stehen die Küche, der Essraum und eine gemütliche Stube bereit. Für Aktivitäten können wir den Garten, das Hofgelände, Wald, Wiese sowie zwei Kellerräume mit Billiarde, Tischtennis und einen Handwerksbereich nützen. Unsere Jahresstruktur orientiert sich an den Jahresfesten und damit den Jahreszeiten und ihren Thematiken. Die Wochen- und Tagesstruktur wird einerseits von der Tätigkeit der Kinder im Alltag gebildet und es wird versucht die Freizeitgestaltung den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder anzupassen.

Die SchülerInnen der Aufbaustufe kommen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen.

Aufbaustufe

Die SchülerInnen der Aufbaustufe kommen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen. Den meisten SchülernInnen ist es nach ihrer Schulpflicht nicht möglich, sich in den Arbeitsmarkt zu begeben noch für sich selbst zu sorgen.

Um sich langsam auf diesen Lebensweg vorzubereiten bietet die Aufbaustufe die Möglichkeit, sich diesen Erfordernissen anzunähern, um einer beruflichen Tätigkeit einigermaßen gewachsen zu werden. Der Landwirt, der auch über eine pädagogische Ausbildung verfügt, beschreibt die anfallenden Arbeiten und schafft die Arbeitsfelder in Absprache mit dem/der PädagogenIn. Der/die PädagogenIn entscheiden, welchem/r SchülerIn die Aufgabenstellung für dessen Entwicklung am dienlichsten ist. Hierbei kann sehr individuell auf die Bedürfnisse des Kindes eingegangen werden.

In letzter Zeit kommen immer mehr Schulplatzanfragen mit den Hintergründen Schulphobie, Angstzustände, Mobbing, Verwahrlosung u. ä. an uns heran. In der Aufbaustufe ist es nicht primär das Ziel, kognitive Inhalte zu vermitteln. Vielmehr ist der Schwerpunkt die seelische Stabilisierung und die Entfaltung der individuellen Persönlichkeit mit all ihren Stärken und Schwächen.

Wir sind überzeugt, dass vor einer inhaltlichen/kognitiven Bildung zuerst die gesunde Seele stehen muss. Wir versuchen, jeden/r Schüler/Inn individuell in seinen Seelenkräften zu stärken. Umso früher die Seelenkräfte gebildet werden, desto fundierter kann sich ein Heranwachsender der Zukunft stellen.